Sichelwinde

Epidemie in Pak

Hindernisse auf dem Weg nach Sonnholz

Aus dem Logbuch von Laeki Stahlbart, Eintrag 231 des Jahres 597

Seuche weiterhin aktiv im Dorf Pak.
Heiler suchen noch immer nach Möglichkeit, der Zombiefäulnis Einhalt zu gebieten; Vermutung des Magistrars verbreitet sich, dass sich eine magische Quelle im Bereich des Dorfes befinden muss. Habe nicht genügend Männer, um gleichzeitig die Kranken zu behandeln, einzuschränken und nach der Ursache zu suchen.
Magistrar nicht von Hilfe, schließt sich in seinem Turm ein.
Heute viel schlecht gelaufen; haben wieder vier ehemals Geheilte an Seuche verloren. Wirt ist immer noch nicht ansprechbar. Rationen und Komponenten gehen bald zur Neige. Morgen Brief an Präsenz in Cham, fordere mehr Unterstützung an.

(Nachtrag, schnell geschrieben)
Sechs Leute von außen gekommen, Abenteurer vermutlich, aus Belden, wie mir ausgerichtet. Zunächst keinen Blick dafür gehabt, erst angenommen, ich könnte sie morgen für irgendetwas verwenden. Falsch gedacht.
Im Verlauf der Nacht Ausbruch der Zombies aus Quarantäne, ein Verletzter, Quarantäne wieder etabliert.
Die Fremden mit als Erste vor Ort, zum Teil gerüstet. Nicht tauglich: Obwohl teilweise Befehl gefolgt, mit Schilden Infizierte zurückzudrängen; haben sich gegen expliziten Befehl “keine Waffengewalt” gestellt und angegriffen. Einer wollte Dorf evakuieren.

(Ein großer Tintenfleck nimmt hier einen großen Teil der Seite ein, wo offenbar die Feder vor Druck gebrochen ist)
Evakuierung! Als ob ich nicht genug Probleme hätte! Müssen für solche Fälle besser vorsorgen, mehr Männer stationieren. In Zukunft: Keine Leute von außen mehr einlassen, sollen kampieren.

Aus den Manuskriptnotizen von Goccio di Issenza:

Der Erzritter, der das goldene Korps hier anführt, scheint meinen Begleitern nicht sehr angetan zu sein. Ich verstehe beide: Sie wollen auch nur das tun, was sie für richtig halten, er dagegen hat einen Auftrag zu erfüllen, und geht mit anderen Mitteln vor als sie. Beide Seiten scheinen einander kein Vertrauen entgegen zu bringen.
Fast wäre es zum Eklat gekommen, als Zeron versuchte, beim Durchbruch der Untoten das Dorf evakuieren zu lassen: Stahlbart befahl, ihn notfalls nieder zu schießen, sollte er sich dem Befehl widersetzen, von seinem Tun abzulassen. Glücklicherweise hielt Zeron sofort inne, doch wurde Stahlbart ob dieses Befehls von Feria mit gezücktem Bogen bedroht, sie ihrerseits daraufhin von zwei seiner Männer.
Die Not zwang meine Begleiter und das Korps dazu, gemeinsam die Infizierten zurückzudrängen, doch ist nicht abzusehen, was sich aus diesem Vertrauensbruch ergeben mag.

Ich persönlich halte es für gefährlich, einen so hohen Befehlshaber des Korps so zu beleidigen. Gern würde ich noch den Magistrar besuchen, der hier im Turm lebt – vielleicht ergibt sich die Möglichkeit trotz der Epidemie, oder danach.
Gleichzeitig fasziniert mich die Idee, dass die Seuche einen magischen, und vor allem eindeutig lokalisierten Ursprung haben könnte.

Aus dem Tagebuch von Zeron:

“Worauf sind wir da nur wieder gestoßen. Nicht nur das eine verseuchte Stadt unseren Weg versperrt, nein, der einzige der uns weiterbringen kann ist ein Zwerg mit kurzem Temperament der lieber selber sterben würde, als Menschen sterben zu lassen die vielleicht gar nicht mehr zu retten sind. Anstatt wenigstens das Überleben der noch gesunden Bevölkerung zu retten warten wir hier also gemeinsam darauf das die Zombies die lächerliche Barriere einreißen und über uns herfallen. Und so jemand nennt sich Erzritter… Der einzige Magier scheint nutzlos zu sein, wenn er nicht gar in die Geschehnisse verwoben ist. Und wenn man dann etwas verdächtiges bemerkt reagiert die Stadtwache mit der Geschwindigkeit einer Schildkröte, da würden ja sogar die Zombies vorbeikommen! Und jetzt will er nicht einmal hören was ich zu sagen habe, bis zum Morgengrauen könnte die bisher einzige Spur längst verschollen sein… nicht auszudenken was passiert wenn etwas in der Truhe ist was die Krankheit auslösen kann….Gott sei Dank das wir hier aufgetaucht sind, vielleicht kann man ja doch noch irgend etwas retten… Vor lauter Zorn hätte ich es beinahe vergessen.. des Nachts hatte ich merkwürdige Träume und ein ungutes Gefühl.. auch Faeria sagte sie hätte seltsame Träume gehabt. Vermutlich ist das Gasthaus innerhalb der Reichweite der Magie, irgend etwas scheint dort jedenfalls nicht zu stimmen.”

Aus dem Notizbuch von Gerion:

…wie war das noch…Lehm, Asche…Wurzel einer Mandragora… Flusswasser Quellwasser/Brunnenwasser
Blut, etwa einen halben Liter…das ist gut möglich…ja…
mächtiges Ritual…ziemlich kostspielig…
wäre gut möglich, hat sicherlich genügend Ressourcen. Turm dürfte Kellergewölbe besitzen.
Warum der Markplatz? Sicherlich die Palisaden. Dürfte sich einen Eindruck verschafft haben.
Sollte der Stümper Kollege sich ein Bild verschaffen? Warum nicht selbst hier —> Mittel zum Teleport wahrscheinlich. Sinn noch unklar, evtl. mag. ANY?
Kollege müsste bescheid wissen, telepathische Verbindung trivial. sollte mich entsprechend einstellen…
Ursprung der Fäulnis (kleine Skizze eines Ritualkreises)
sollte Falle aufstellen…magische Suche oder Rückfindung. sollte den anderen berichten.
erstmal wellen glätten.

Zwiegespräch zwischen Serin und Fang:
“Ich verstehe den Zwerg und dass er seine Gemeinschaft schützen und retten möchte. Nur leider deutet er die Zeichen falsch und handelt in seiner Rage unüberlegt und vorschnell. Die Krankheit, die die Bevölkerung hier hinrafft ist ein klares Zeichen dafür, dass das natürliche Gleichgewicht gestört ist und die Menschen an diesem Ort die Geschenke, die uns gegeben werden nicht mehr achten, als selbstverständlich ansehen und ausbeuten wo es nur geht. Warum sonst sollte der gütige Obad-Hai seinen sonnigen Blick von diesem Ort abwenden, warum sonst sollte die liebende Isis ihre Kinder allein lassen und warum sonst sollte Lurue den Menschen seine höchste Kunst zu solch dunkler Stunde verwehren? Die göttliche Gemeinschaft hat sich entschlossen Talona und ihren verzehrenden Odem auf diese Menschen loszulassen um sie für ihre Überheblichkeit zu strafen, auf dass sie Buße tun für ihre Vergehen. Es ist nicht an mir die Entscheidung der göttlichen Gemeinschaft zu beurteilen. Es bleib nichts sie zu tolerieren und den Menschen zu helfen sich selbs zu helfen und ihren Einklang mit der Natur wiederzufinden. Dies ist unsere Bestimmung Fang. Und so soll es auch hier geschehen. In Belden haben wir es geschafft das Unrecht, welches der Natur und ihrer Völker zuteil wurde zu tilgen. Wäre doch gelacht wenn es uns hier nicht auch gelingen sollte.”

Tagebuch von Farlem Vaahn
Habe ich richtig gehandelt? Diese Frage muss ich mir in letzter Zeit viel zu häufig stellen. Auch wenn ich zu jeder Zeit versuche, so zu Handeln wie es mir von Meister Savos gelehrt wurde, so stoße ich doch häufig an meine Grenzen. Waren diese armen Menschen gestern wirklich nicht zu retten? Oder suche ich doch nur eine Rechtfertigung für meine gestriegen Taten. Bei zweien von ihnen war ich mir auf jedenfall sicher, aber die anderen drei?

Doch ich habe das richtige getan, auch wenn Erzritter Stahlbart das mit großer Warscheinlichkeit anders sehen wird. Was wäre passiert wenn die Kranken zu den Gesunden gelangt wären? Ich will daran gar nicht denken.
Auf jeden Fall werde ich die Wurzel des Bösen, die an diesem Ort ihr Unwesen treibt, zu Strecke bringen. Das bin ich den armen Seelen, die heute nacht starben schuldig.
Bahamut gib mir Kraft!

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Valle

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