Sichelwinde

Die Befreiung Beldens

Auf der Suche nach der Mondlichtung, Gewinnen von Verbündeten

Aus den Manuskriptnotizen von Goccio di Issenza:

Es blieben nur noch wenige Stunden bis zum Angriff auf Belden, und man beschloss, die Zeit zu nutzen um im naheliegenden Ingforst die Vertretung der Mondlichtung ausfindig zu machen und, wenn möglich, Unterstützung im Reservat der Silberbären zu finden.
Ich schloss mich diesem eigenartigen Trupp an, denn auch ich hatte ein starkes Interesse daran, die Druiden der Lichtung zu finden. Ich sollte meine Vertrauenswürdigkeit beweisen, indem ich Pässe beschaffte, doch als ich damit zurückkehrte, hatte der Magier längst die arkanen Symbole für seine Mitstreiter gefälscht.

Schulterzuckend zog ich mit, wohl wissend, dass sie zwar mich dabei haben wollten, doch mir keinen Pass beschafft hatten. Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, als sie wenige Schritte vor dem Tor ebenselbiges bemerkten… Ihre Gesichter, als ich den Wachmann duzte, waren aberköstlichst!

Schnell zogen wir zum Wald, der einige Wegstunden nur entfernt lag. Auf dem Weg dorthin fand der Druide Serin irgendwo Pferde, die uns die Reise etwas verkürzten (ich muss noch herausfinden, wie er diese wilden Tiere so schnell gezähmt hat…).

Im Wald selbst fanden wir zügig das Lager der Mondlichtung, aber gefror mir das Blut in den Adern: Überall war Blut im feuchten Gras, Totenstille lag über der Lichtung. Gar fanden wir eine brutal zugerichtete Leiche auf dem Altar Obad-Hais! Seltsame Geräusche drangen zu uns herüber, ein junges Mädchen wurde von einigen Wildtieren angegriffen! Das arme Ding war völlig verstört und zu keiner Aussage fähig. Also zogen wir, ohne unseren Ritter Farlem, der sich um sie kümmern wollte, weiter zum Lager der Silberbären.
Dort wurden wir bald vor den Palisaden des Dorfes aufgegriffen und vor den Häuptling gebracht. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass er gut Freund mit Haffel, der Faust der Beldener Silberbären, befreundet war – und stellte uns zur anstehenden Belagerung der Stadt einige seiner besten Männer zur Verfügung.
Wir reisten heim, um uns in den letzten Stunden auf den Angriff vorzubereiten.

Gegen Abend krachte es mit einem Mal laut von Dockseite her, unsere Verbündeten schossen mit Katapulten vom Meer auf die Stadt! Es war ein Wunder, dass ich nicht von den herumfliegenden Trümmern der Mauer getroffen wurde, und erst nach gefühlten Stunden fand ich meine Mitstreiter. Doch als ich sah, wie sie selbst in die Kämpfe verstrickt waren, und so beschloss ich, Owulf aus dem Turm zu suchen und mich mit ihm zurückzuziehen, um das sich entwickelnde Spektakel festzuhalten.
Er ist sehr neugierig, wenn auch etwas stumpf, aber er hat ein gutes Händchen für Zeichnungen. Vielleicht werde ich die eine oder andere im fertigen Manuskript einfügen.

Ich weiß nicht, wo sich meine Mitstreiter am Ende herumgetrieben haben – Haffel erwähnte etwas von einem Verhör. Ich werde sie bei Gelegenheit dazu befragen müssen, angeblich haben sie ein hohes Tier von irgendeinem Kult gefangengenommen. Wie ich hörte, soll es bald weiter in Richtung Cham gehen.

Das könnte interessant werden – angeblich soll der Großherzog dort zur Zeit zu Besuch sein…

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makkaal

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